/ 20.06.2013
Wichard Woyke (Hrsg.)
Sport und Politik. Eine Einführung
Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2006 (uni studien politik); 142 S.; 8,80 €; ISBN 978-3-89974-250-3Die anhaltende Diskussion über die Bekämpfung von Doping entwickelt sich zu der Frage nach der Beziehung von Sport und Politik. Dieser Beziehung gehen allerdings nur zwei der fünf Beiträge nach, der Titel des Bändchens ist also zu eng gefasst. Woyke kann in seinem Beitrag verdeutlichen, dass die vorgeblich allein dem Frieden dienenden Olympischen Spiele tatsächlich für eine Reihe anderer politischer Ziele instrumentalisiert wurden. Der Nationalismus wurde auf dem Rücken der Spiele ausgetragen genauso wie der Kalte Krieg. Speziell in Deutschland war es die Konkurrenz zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik, die mehr als nur den Kampf um eine Medaille bedeutete. Jütting und Delschen untersuchen die Landschaft der Sportvereine, die sie überzeugend zwischen Staat und Markt verorten. Im Einzelnen geht es um die Entwicklung, die Themen, die Organisation und die Finanzierung der Vereine. Sozial betrachtet sind Vereine die Sache der mittel bis höher Verdienenden. In dem Beitrag von Digel und Fahrner kommt die Politik auch noch ins Spiel, wenn es um die Ressourcen des Hochleistungssports geht. Die beiden anderen Artikel behandeln die Beziehung von Sportunternehmen und Medien sowie die Entwicklung der Fankultur.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.23 | 2.22 | 2.35 | 2.331
Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Wichard Woyke (Hrsg.): Sport und Politik. Schwalbach/Ts.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25619-sport-und-politik_29725, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29725
Inhaltsverzeichnis
Rezension drucken
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
CC-BY-NC-SA