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/ 04.06.2013
Klaus Zwickel

Streiten für Arbeit. Gewerkschaften contra Kapitalismus pur

Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 1998; 126 S.; 14,- DM; ISBN 3-7466-8524-9
Der Vorsitzende der IG Metall plädiert für einen neuen Kurs in der Beschäftigungspolitik: Er wendet sich gegen ein konservatives Staatskonzept und eine immer totaler werdende Bestimmung der verschiedenen Lebensbereiche durch den Zwang der Märkte; statt dessen betont er die Notwendigkeit des Primats der Politik gegenüber der Ökonomie. Neben einer Darstellung der gewerkschaftlichen Arbeit möchte Zwickel einige Vorurteile, die gegenüber dem "Standort Deutschland" bestehen, beseitigen: die Bedingungen sind weit besser als ihr Ruf. Dennoch ist ein Umdenken in der Beschäftigungspolitik dringend erforderlich. Mit einem neuen "Bündnis für Arbeit" sollen Maßnahmen zur Arbeitszeitverkürzung und Arbeitsumverteilung eingeleitet werden; nicht zuletzt durch eine ökologische Steuerreform soll Arbeit, im Gegensatz zu Energie- und Umweltverbrauch, zukünftig weniger stark mit Abgaben belastet werden. Der Text hat weniger den Anspruch einer genauen wissenschaftlichen Analyse als den des engagierten Eintretens für eine andere Politik. Ein Pamphlet (durchaus im positiven Sinne des Wortes) im Wahlkampfjahr.
Carsten Ungewitter (CU)
Rubrizierung: 2.3422.331 Empfohlene Zitierweise: Carsten Ungewitter, Rezension zu: Klaus Zwickel: Streiten für Arbeit. Berlin: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5439-streiten-fuer-arbeit_7118, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 7118 Rezension drucken
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