/ 20.06.2013
Karin Lohr / Hildegard Nickel (Hrsg.)
Subjektivierung von Arbeit - Riskante Chancen
Münster: Westfälisches Dampfboot 2005 (Forum Frauenforschung 18); 242 S.; 24,80 €; ISBN 3-89691-218-6Die sich abzeichnenden Umbrüche der Arbeitsgesellschaft sind mit einem zunehmenden Verschwinden des so genannten Normalarbeitnehmers verbunden, der in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis abhängig beschäftigt ist. Immer stärkere Bedeutung gewinnt stattdessen der so genannte Arbeitskräfteunternehmer, der seine Qualifikation als „Unternehmer in eigener Sache“ gewinnmaximierend zu vermarkten trachtet. Die damit verbundene Subjektivierung von Arbeit wird gegensätzlich bewertet: Einerseits ist diese Entwicklung als zunehmende Selbstverwirklichung beziehungsweise Verringerung von Entfremdung sowie stärkere Selbstbestimmung positiv zu werten, andererseits sind mit der Entgrenzung von Arbeit und Freizeit und den größeren Flexibilisierungsanforderungen auch erhöhte Risiken und Unsicherheiten verbunden. Bisher sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede der Veränderungen noch nicht ausreichend beleuchtet. Diese Lücke will der vornehmlich soziologisch ausgerichtete Sammelband schließen. Neben eher theoretischen Überlegungen, die beispielsweise an das Werk von Max Weber anknüpfen, werden auch Beispiele für diesen neuen Typ des Arbeitskräfteunternehmers analysiert, etwa im Bereich der Wissenschaft.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.342 | 2.3 | 2.27
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Karin Lohr / Hildegard Nickel (Hrsg.): Subjektivierung von Arbeit - Riskante Chancen Münster: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23709-subjektivierung-von-arbeit---riskante-chancen_27245, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27245
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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