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/ 05.06.2013
Ingrid Gilcher-Holtey (Hrsg.)

1968 - Vom Ereignis zum Gegenstand der Geschichtswissenschaft

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1998 (Geschichte und Gesellschaft: Sonderheft 17); 307 S.; kart., 68,- DM; ISBN 3-525-36417-2
Der Band legt die Ergebnisse einer Tagung im Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld im November 1997 vor. Historiker, Soziologen und Politikwissenschaftler haben zusammen mit ehemals Beteiligten versucht, das "Ereignis" analytisch sowohl länder- wie /index.php?option=com_content&view=article&id=41317übergreifend in den Griff zu bekommen; der Untertitel ist insofern durchaus programmatisch gemeint. Inhalt: I. Protest als Ereignis: Strukturelle und situative Faktoren: Ingrid Gilcher-Holtey: Mai 68 in Frankreich (11-34); Pavel A. Richter: Die Außerparlamentarische Opposition in der Bundesrepublik Deutschland 1966 bis 1968 (35-55); Todd Gitlin: Das doppelte Selbstverständnis der amerikanischen Studentenbewegung (56-63); Jan Kurz: Die italienische Studentenbewegung 1966-1968 (64-81); Marica Tolomelli: 1968: Formen der Interaktion zwischen Studenten- und Arbeiterbewegung in Italien und der Bundesrepublik (82-100); Michelle Zancarini-Fournel: Vom Mai 68 zu den "68er Jahren". Eine Geschichte der vergessenen Orte (101-115); Dieter Rucht: Die Ereignisse von 1968 als soziale Bewegung: Methodologische Überlegungen und einige empirische Befunde (116-130); Donatella della Porta: "1968" - Zwischennationale Diffusion und Transnationale Strukturen. Eine Forschungsagenda (131-150). II. Programmatik und Praxis: Die Neue Linke in Aktion: Richard Flacks: Die philosophischen und politischen Ursprünge der amerikanischen New Left (151-167); Ingrid Gilcher-Holtey: Kritische Theorie und Neue Linke (168-187); Michael A. Schmidtke: Reform, Revolte oder Revolution? Der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) und die Students for a Democratic Society (SDS) 1960-1970 (188-206); Jakob Tanner: "The Times They Are A-Changin'" - Zur subkulturellen Dynamik der 68er Bewegungen (207-223); Wolfgang Matthias Schwiedrzik: Theater als "Aktion" (224-238). III. Macht und Mythos der 68er Bewegungen: Ingeborg Villinger: "Stelle sich jemand vor, wir hätten gesiegt." Das Symbolische der 68er Bewegung und die Folgen (239-255); Kristina Schulz: Macht und Mythos von "1968": Zur Bedeutung der 68er Protestbewegungen für die Formierung der neuen Frauenbewegung in Frankreich und Deutschland (256-272); Michel Wieviorka: 1968 und der Terrorismus (273-282); Gérard Dupuy: Der Mai 1968 und das Projekt "Libération" (283-287); Karl Heinz Bohrer: 1968: Die Phantasie an die Macht? Studentenbewegung - Walter Benjamin - Surrealismus (288-300); Robert Frank: 1968: - ein Mythos? Fragen an die Vorstellung und an die Erinnerung (301-307).
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.222.3312.372.612.313 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Ingrid Gilcher-Holtey (Hrsg.): 1968 - Vom Ereignis zum Gegenstand der Geschichtswissenschaft Göttingen: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6581-1968---vom-ereignis-zum-gegenstand-der-geschichtswissenschaft_8905, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8905 Rezension drucken
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