Skip to main content
/ 17.06.2013
Veronika Hammer / Ronald Lutz (Hrsg.)

Weibliche Lebenslagen und soziale Benachteiligung. Theoretische Ansätze und empirische Beispiele

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2002; 383 S.; kart., 39,90 €; ISBN 3-593-36924-9
Dass es "das" typische Leben "der" Frauen nicht gibt, ist keine neue Erkenntnis - zu vielfältig sind die Binnendifferenzierungen innerhalb der weiblichen Bevölkerung. Neben der grundsätzlich einzudenkenden Verflechtung von geschlechtsspezifischen mit anderen Momenten sozialer Ungleichheit (Klasse/Schicht, Ethnie etc.) müssen aber angesichts der zunehmenden Unterschiedlichkeit von Biographien auch speziellere Lebenslagen berücksichtigt werden. Die Beiträge stellen sehr unterschiedliche Formen von sozialer Benachteiligung in spezifischen Situationen dar; vorangestellt wurden allgemeinere Beiträge, die das Konzept der (weiblichen) Lebenslage unter verschiedenen Gesichtspunkten thematisieren. Inhalt: I. Theoretische Ansätze: Uta Enders-Dragässer / Brigitte Sellach: Weibliche "Lebenslagen" und Armut am Beispiel von allein erziehenden Frauen (18-44); Katrin Schäfgen: Ungleichheit und Geschlechterverhältnisse (45-66); Verena Mayr-Kleffel: Netzwerkbeziehungen und weibliche Lebenslagen (67-85); Michael Klein: Stadt, Geschlecht, soziale Ungleichheit (86-105); Petra Elis: "Lebenslagen-Ansatz" und biographisches Konzept (106-122). II. Weibliche Lebenslagen in der Nahperspektive: Petra Drauschke: Allein Erziehende in Ostdeutschland (123-149); Veronika Hammer: Eingeschränkte Möglichkeitsräume allein erziehender Frauen - Inspirationen gegen eine Kultur der Ausgrenzung (150-172); Dagmar Brand: Weibliche Lebenslagen und Biographien: Alleinerziehende (173-191); Birgit Bütow / Iris Nentwig-Gesemann: Mädchen - Cliquen - öffentliche Räume (192-236); Carola Kuhlmann: Sind Mädchen heute noch benachteiligt? Zum Diskurs von gleichen Chancen und benachteiligten Lebenslagen in der Jugendhilfe (237-248); Gudrun Cyprian / Marissa Pablo-Dürr: Zur Lebenslage von Migrantinnen: Restriktion und Spielräume (249-265); Anke Abraham: Weibliche Lebenslagen im Spiegel der Körperlichkeit. Biographische Rekonstruktionen zur Bedeutung des Körpers in den Lebensläufen und Lebensbewältigungsmustern von jetzt alten Frauen (266-287); Anja Jesse: Gesundheitliche Belastungen von Frauen (288-314); Martina Kattein: Geringfügige Beschäftigung und die Gesetzesreform - Ambivalenz zwischen Förderung und Eindämmung einer prekären Beschäftigungsform (315-340); Ronald Lutz: Wohnungslose Frauen - Zur gesellschaftlichen Konstruktion "besonderer Lebenslagen" (341-377).
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.36 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Veronika Hammer / Ronald Lutz (Hrsg.): Weibliche Lebenslagen und soziale Benachteiligung. Frankfurt a. M./New York: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16959-weibliche-lebenslagen-und-soziale-benachteiligung_19480, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19480 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA