/ 20.06.2013
Daniela Wentz
Authentizität als Darstellungsproblem in der Politik. Eine Untersuchung der Legitimation politischer Inszenierung
Stuttgart: ibidem-Verlag 2005; 103 S.; pb., 22,- €; ISBN 3-89821-564-4Diplomarbeit Weimar; Betreuer: L. Engell. – Welche Rolle kommt Authentizität im Verhältnis von Medien und Politik zu? Wie lösen Politiker den Widerspruch von eingeforderter Authentizität und notwendiger Darstellung auf? Ausgehend von den Ansprüchen der antiken griechischen Philosophie sowie der psychologischen Theorie sucht Wentz nach theoretischen und empirischen Antworten. Dabei wählt sie als Fallbeispiele die Selbstdarstellungsstrategien von Oskar Lafontaine und François Mitterrand. In vier unterschiedlichen Fernsehsendungen wird die Authentizität der Politiker unterschiedlich konstruiert. Ein wichtiges Ergebnis ihrer Arbeit: Bei der Selbstdarstellung im Fernsehen ist es entscheidend, wie der Politiker seine Souveränität im Umgang mit den Medien unter Beweis stellt. Das Thema der Arbeit trifft ohne Zweifel auf das Interesse einer breiten Leserschaft, für die sich eine Lektüre aufgrund des anspruchsvollen, aber trotzdem kompakten theoretischen Teils sowie der Einsichten der empirischen Arbeit lohnt.
Dirk Burmester (DB)
Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
Rubrizierung: 2.22 | 2.24 | 2.333
Empfohlene Zitierweise: Dirk Burmester, Rezension zu: Daniela Wentz: Authentizität als Darstellungsproblem in der Politik. Stuttgart: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25310-authentizitaet-als-darstellungsproblem-in-der-politik_29317, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29317
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Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
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