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/ 20.06.2013
Cerstin Gammelin / Götz Hamann

Die Strippenzieher. Manager, Minister, Medien – wie Deutschland regiert wird

München/Düsseldorf: Econ 2006; 303 S.; 5. Aufl.; geb., 19,95 €; ISBN 3-430-13011-5
Die beide Journalisten untersuchen die Interaktion von Politik und Wirtschaft in der „Berliner Republik“ und die Einflussnahme von Lobbyisten auf politische Entscheidungsprozesse. Ihre Grundannahme teilen viele Beobachter: Organisierte Interessenvertreter bestürmten Regierung und Parlament deutlich stärker als früher, die Wirtschaftslobby habe das Kräftegleichgewicht zu ihren Gunsten verschoben. Um diesen Trend zu stoppen, empfehlen die Autoren mehr Transparenz, klarere Regeln und verstärktes Engagement der Bürger. In sehr journalistischem Stil bieten Gammelin und Hamann einige interessante und teils skandalöse Beispiele aus der Ära Schröder, vor allem aus den Bereichen Energie- und Umweltpolitik sowie der personellen Verquickung. Die Thesen der Autoren sind jedoch nicht neu, der politikwissenschaftliche Wert des Buches insgesamt gering.
Robin Rüsenberg (RRU)
Dipl.-Politologe, Berlin.
Rubrizierung: 2.32.331 Empfohlene Zitierweise: Robin Rüsenberg, Rezension zu: Cerstin Gammelin / Götz Hamann: Die Strippenzieher. München/Düsseldorf: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25821-die-strippenzieher_29979, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29979 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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