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/ 21.06.2013
Hans Peter Krüger

Politische Partizipation Jugendlicher in der Gemeinde. Ein internationaler Vergleich: Leipzig – Lyon

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2008 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 565); 362 S.; 56,50 €; ISBN 978-3-631-58253-4
Politikwiss. Diss. Halle-Wittenberg; Gutachter: S. Reinhardt, T. Olk. – Sowohl in Frankreich als auch in der Bundesrepublik geht das Interesse Jugendlicher an der Politik zurück, die Zahl jugendlicher Nichtwähler steigt. Wie lässt sich diesem Trend entgegenwirken und das Interesse Jugendlicher an der Demokratie fördern? Zur Beantwortung dieser Frage vergleicht der Autor – er ist Mitarbeiter der Leipziger Stadtverwaltung – zwei Partizipationsmodelle: das Leipziger Jugendforum VOICE und den Jugendgemeinderat in Lyon. Er beschreibt, wie diese Gremien entstanden sind, welche Beteiligungsrechte ihnen gewährt werden und in welcher Struktur sie arbeiten. Untersucht wird der Einfluss, den Erwachsene auf die Jugendgremien ausüben. Außerdem erläutert Krüger, mit welchen Kooperationspartnern sie zusammenarbeiten, welche Effekte damit in der Kommune erreicht werden und welche Wirkungen das Engagement bei den Jugendlichen hinterlässt. Die Arbeit basiert auf einer quantitativen und qualitativen Datenerhebung bei Jugendlichen und Vertretern aus der Politik, Verwaltung sowie von freien Trägern beider Gemeinden. Jugendliche beider Städte engagieren sich in ihren Jugendgremien, weil sie in ihrer Gemeinde konkret, das bedeutet projektbezogen, etwas verändern wollen. Es geht ihnen darum, die Interessen junger Menschen zu vertreten und Verantwortung zu übernehmen, so lauten einige Ergebnisse der Arbeit. „Die Jugendlichen wollen handeln und dieses Handeln soll nicht durch endloses Debattieren geprägt sein, sondern es soll ergebnisorientiert sein.“ (312) Abschließend unterbreitet der Autor Empfehlungen zur Förderung von Kinder- und Jugendbeteiligung im Allgemeinen sowie für die Arbeit von kommunalen Jugendgremien im Besonderen. Jugendliche sollten durch ihre Mitarbeit in diesen Gremien erfahren können, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, an Projekten mitzuwirken und dass ihr Engagement Veränderungen bewirkt. Jugendforen und Jugendgemeinderäte leisten einen wertvollen Beitrag für die Stabilität des politischen Systems, so das Schlussresümee Krügers.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.22.212.222.3252.32 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Hans Peter Krüger: Politische Partizipation Jugendlicher in der Gemeinde. Frankfurt a. M. u. a.: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/30492-politische-partizipation-jugendlicher-in-der-gemeinde_36202, veröffentlicht am 03.06.2009. Buch-Nr.: 36202 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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