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/ 18.06.2013
Howard Zinn

Amerika, der Terror und der Krieg. Aus dem Amerikanischen von Andrea Schleipen

Freiburg i. Br.: Herder 2002 (Herder Spektrum 5329); 158 S.; kart., 9,90 €; ISBN 3-451-05329-2
Der Band entstand aus einer Reihe von Interviews, die Anthony Arnove mit dem Politologen und Historiker Zinn führte. Sie wurden für die Publikation überarbeitet und mit zusätzlichen Informationen unterfüttert. Zinns These lautet, dass gerade die militärische Antwort auf die Anschläge vom 11. September 2001 nicht zum Frieden führt. Die Ursache des Terrorismus gegen den Westen sieht er nicht in einem Kulturkampf, sondern "in der realen Politik" (Verlagsinformation) des Westens. Insbesondere die wesensinhärente Dynamik des Kapitalismus, die diese Politik (mit-)bestimmt, hält er für ausschlaggebend: "Zwischen Kapitalismus und Krieg besteht ein enger Zusammenhang[...], wenn die Schaffung einer Welt ohne Kapitalismus gelingen und die Herrschaft des Profitstrebens abgeschafft werden könnte, wären zwar die Gewalt, die Konflikte und die Kriege noch nicht vollständig abgeschafft, man wäre diesem Ziel aber viel näher gekommen." (115) Zinns tabulose Analyse liefert einige bedenkenswerte Anstöße.
Florian Peter Kühn (KÜ)
Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.644.222.25 Empfohlene Zitierweise: Florian Peter Kühn, Rezension zu: Howard Zinn: Amerika, der Terror und der Krieg. Freiburg i. Br.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17562-amerika-der-terror-und-der-krieg_20236, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20236 Rezension drucken
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