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/ 20.06.2013
Elisabeth Kübler

Antisemitismusbekämpfung als gesamteuropäische Herausforderung. Eine vergleichende Analyse der Maßnahmen der OSZE und der EUMC

Wien: Lit 2005 (Unipress Hochschulschriften 148); 219 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 3-8258-8378-7
Politikwiss. Diplomarbeit Wien; Gutachter: W. Manoschek. – Die Autorin definiert Judenfeindschaft als „eindeutig demokratie- und friedensbedrohendes Phänomen“ (187) und fragt, was auf europäischer Ebene dagegen getan wird. Konkret untersucht sie die politische Bildungsarbeit der OSZE und der EUMC (Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit). Der Arbeit beider Organisationen liegt die Annahme zugrunde, dass die Antisemitismusbekämpfung als gesamteuropäische Aufgabe zu begreifen sei. Die EUMC sammelt vor allem Daten und bereitet sie wissenschaftlich auf, u. a. in der Antisemitismus-Studie von 2002/2003, mit der eine breite öffentliche Debatte angeregt werden sollte. Die OSZE hielt 2003 und 2004 Antisemitismuskonferenzen ab. Unterschiede zwischen beiden Organisationen zeigten sich in der Bewertung über den Zusammenhang von Antisemitismus und Nahost-Konflikt, schreibt die Autorin. Während die EUMC wiederholt auf diesen Kontext Bezug nehme, zeige sich die OSZE vorsichtiger. Insgesamt befinde sich die Bekämpfung von Antisemitismus, so das Fazit, erst in der Aufbauphase.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.234.3 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Elisabeth Kübler: Antisemitismusbekämpfung als gesamteuropäische Herausforderung. Wien: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21797-antisemitismusbekaempfung-als-gesamteuropaeische-herausforderung_27706, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27706 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA