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/ 21.06.2013
Jan-R. Sieckmann (Hrsg.)

Argumentation und politische Legitimation

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2006 (Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat 40); 137 S.; brosch., 29,- €; ISBN 978-3-8329-2111-8
Angesichts der unbestreitbaren kulturellen Pluralität moderner Gesellschaften können politische Ordnungen nicht mehr durch einen Konsens inhaltlicher Wertprämissen legitimiert werden. An die Stelle von Werten sind Verfahren getreten, die – wie die Debatten im Parlament – bestimmten formalen Kriterien genügen müssen, um als legitim gelten zu können. Die Frage nach legitimationsrelevanten Verfahren deckt indes ein breites Spektrum unterschiedlicher – teils institutionalisierter, teils informeller – Kommunikationstypen ab. Die Autoren der Beiträge des Sammelbandes befassen sich mit dem Zusammenhang von Argumentationen und Verhandlungen in der Regulierung von Interessen- bzw. Wertdissensen, der Bedeutung von öffentlichen Auseinandersetzungen sowie dem Stellenwert von Argumentationen im Verfahren der Richterwahl. Der Band ist aus der 2005 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg durchgeführten Tagung „Argumentation und politische Legitimation“ hervorgegangen. Da sich dabei zwei Forschergruppen trafen, die sich im Rahmen eines deutsch-argentinischen Projekts mit Fragen der Produktion des Rechts befassten, beziehen sich die diskutierten Beispiele teils auf den deutschen, teils den argentinischen Kontext.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.22.212.222.655.41 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Jan-R. Sieckmann (Hrsg.): Argumentation und politische Legitimation Baden-Baden: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26820-argumentation-und-politische-legitimation_31296, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 31296 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA