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/ 18.06.2013
Markus Ottersbach

Außerparlamentarische Demokratie. Neue Bürgerbewegung als Herausforderung an die Zivilgesellschaft

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2003; 332 S.; kart., 39,90 €; ISBN 3-593-37365-3
Zwei Fragen leiten diese soziologische Analyse: „Was steuert das aktuelle zivilgesellschaftliche Engagement an innovativem Potential zur Entwicklung der pluralistischen Demokratie bei? Und: Welche Rolle spielt dabei Öffentlichkeit?" (12) Auch wenn der Autor konstatieren muss, dass zivilgesellschaftliches Engagement weder ein politisch eindeutiges Phänomen noch per se demokratieförderlich ist, vertritt er die These, dass „die aktuellen Formen zivilgesellschaftlichen Engagements auf unterschiedliche Art und Weise einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der pluralistischen Demokratie" (272) leisten. Mit dieser These ist nicht nur eine faktische Entwicklung gemeint, die er in vier Beispielen von Bürgerbeteiligung auf kommunaler, nationaler, internationaler und globaler Ebene darstellt, sondern sie verweist auch auf eine normative Implikation. Sollte der diagnostizierte Trend in Richtung zivilgesellschaftlichen Engagements von den etablierten Formen politischer Partizipation und den Institutionen der pluralistischen Demokratie zurückgewiesen werden, gerät diese selbst in Gefahr. Insofern kann die Arbeit als Exemplifikation des Habermas'schen Ansatzes gelesen werden, der den theoretischen Kontext für Ottersbachs Begriff von Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit liefert.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 2.222.3312.612.624.3 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Markus Ottersbach: Außerparlamentarische Demokratie. Frankfurt a. M./New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19736-ausserparlamentarische-demokratie_22970, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22970 Rezension drucken
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