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/ 19.06.2013
Barbara Thaler

Biopiraterie und Indigener Widerstand. Mit Beispielen aus Mexiko

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2004 (Beiträge zur Dissidenz 13); 115 S.; brosch., 24,50 €; ISBN 3-631-51814-5
Die Autorin lässt von Anfang an keine Zweifel an ihrer politischen Orientierung. Das Buch beginnt mit einen zweiseitigen Aufruf von Subcommandante Marcos aus den Bergen Mexikos, und gleich auf der ersten Seite der Einleitung formuliert Thaler nicht etwa eine These, sondern eine apodiktische Feststellung: „[D]er gemeinsame Hintergrund von Gentechnologie und Globalisierung liegt im patriarchalischen Projekt, sich den Lebensursprung selbst zuzuschreiben und damit uneingeschränkt über alles Leben und seine Zukunft verfügen zu wollen." Schuld an allem ist also die „patriarchale Weltanschauung" (9) und deshalb sind „Gentechnologie, Patentwesen und Neoliberalismus sowie Kolonialismus und Unterdrückung" die „Instrumente des kapitalistischen Patriarchats" (10). Nachdem Thaler ihre politische Position derart klar formuliert hat, untersucht sie im ersten Hauptteil ihrer Arbeit die Begriffe Biodiversität, Bioprospektion und Biopiraterie und stellt einen Zusammenhang her zwischen den Versuchen, die biologische Vielfalt zu kontrollieren und der Unterdrückung der indigenen Bevölkerung. Im zweiten Hauptteil behandelt sie Mexiko als Beispiel für ein Land, in dem in großem Stil Biopiraterie betrieben und gleichzeitig die indigene Bevölkerung unterdrückt werde. Das Buch endet mit einem flammenden Aufruf zum Handeln gegen Biopiraterie und für die Vielfalt.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.452.652.22 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Barbara Thaler: Biopiraterie und Indigener Widerstand. Frankfurt a. M. u. a.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21232-biopiraterie-und-indigener-widerstand_24783, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24783 Rezension drucken
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