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/ 20.06.2013
Subcomandante Insurgente Marcos

Botschaften aus dem Lakandonischen Urwald. Aus dem Spanischen übersetzt von Horst Rosenberger

Hamburg: Edition Nautilus 2005; 350 S.; brosch., 14,90 €; ISBN 3-89401-471-7
Zum ersten Mal macht das Buch die kompletten Erklärungen, Briefe und Botschaften der Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN) auf Deutsch zugänglich. Die Texte bestechen durch eine originelle Mischung aus Witz, Polemik, Phantasie und Kritik an einer neoliberalen Weltordnung und der Unterdrückung nationaler Minderheiten. Die EZLN ist in einer abgelegenen Gegend von Mexiko angesiedelt, im Dschungel und gleichzeitig in unmittelbarer Nachbarschaft zu den USA, dem Kernland der Globalisierung. Diese Spannung zwischen Zentrum und Peripherie trägt dazu bei, dass die Auseinandersetzungen von Marcos mit den Auswirkungen der Globalisierung und den Rechten der eingeborenen Bevölkerung theoretisch so herausfordernd sind. Dass die Debatte nicht nur literarisch sublimiert, sondern auch von beiden Seiten mit brutaler Gewalt ausgetragen wird, vergisst man dabei leicht. Umso schärfer ist zu bemängeln, dass den Texten überhaupt keine historische oder politische Einordnung beigefügt worden ist.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.652.22 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Subcomandante Insurgente Marcos: Botschaften aus dem Lakandonischen Urwald. Hamburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24755-botschaften-aus-dem-lakandonischen-urwald_28607, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28607 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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