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/ 20.06.2013
Michael Krugmann

Das Recht der Minderheiten. Legitimation und Grenzen des Minderheitenschutzes

Berlin: Duncker & Humblot 2004 (Schriften zum Öffentlichen Recht 955); 445 S.; 98,- €; ISBN 3-428-11435-3
Rechtswiss. Habilitationsschrift Hamburg; Gutachter: G. Zimmer. - Der Autor unterteilt die juristische Analyse des Minderheitenrechts in drei Abschnitte. Zunächst erläutert er die grundsätzlichen rechtlichen Probleme, die im Zusammenhang mit der Existenz von Minderheiten in einem Land sowie mit der Anwendung von Minderheitenrechten entstehen können. Hierzu zählt v. a. die bislang ungelöste Definitionsproblematik des Begriffs „Minderheit“. In einem zweiten Teil widmet sich Krugmann der juristischen - und letztlich auch moralischen - Legitimation des Minderheitenrechts. Hierzu werden sowohl internationale Verträge als auch nationale, sich aus dem deutschen Grundgesetz ergebende Rechtsgrundsätze herangezogen. Der dritte Teil behandelt schließlich die Grenzen des Minderheitenrechts, die sich durch rechtliche und moralische Pflichten von Minderheiten (wie beispielsweise der Integrationspflicht) sowie durch mangelnde Verwirklichungsmöglichkeiten von Schutzrechten für Minderheiten ergeben. Krugmann legt damit eine umfassende Analyse des internationalen sowie nationalen Minderheitenschutzes vor. Hierbei macht insbesondere die Berücksichtigung juristischer und politischer Realitäten das grundsätzlich fachfremde Werk auch für Politikwissenschaftler interessant.
Kristina Eichhorst (KE)
Dr., Länderreferentin im Team Asien der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Rubrizierung: 2.322.354.42 Empfohlene Zitierweise: Kristina Eichhorst, Rezension zu: Michael Krugmann: Das Recht der Minderheiten. Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22194-das-recht-der-minderheiten_25311, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25311 Rezension drucken
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