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/ 18.06.2013
Lisa Stadler / Uwe Hoering

Das Wasser-Monopoly. Von einem Allgemeingut und seiner Privatisierung

Zürich: Rotpunktverlag 2003; 207 S.; brosch., 19,80 €; ISBN 3-85869-264-6
Die Autoren beschäftigen sich mit dem von der Öffentlichkeit praktisch unbeachteten Phänomen der Privatisierung im Wassersektor. Zunächst bieten sie einen kurzen, aber gründlich recherchierten Abriss der globalen Wassersituation. Wie viel Wasser gibt es, wie wird die vorhandene Menge zwischen Landwirtschaft, Industrie und Haushalten aufgeteilt, wer verbraucht wie viel Wasser? Die Hauptprobleme des Wassersektors - Verschwendung, Verschmutzung und Übernutzung - werden skizziert und es findet sich auch ein kurzes Kapitel über „Wasser, das zu Konflikten führt" (39 f.). Stadler und Hoering umreißen die Hintergründe der zunehmenden Privatisierung und die unterschiedlichen Privatisierungsmodelle, wie etwa Dienstleistungsverträge, Pacht, Konzessionen oder Verkauf. Sie stellen die „Global players" des Wassersektors und ihre Beziehungen untereinander vor. Ihre Ausführungen werden durch zahlreiche Fallbeispiele aus Europa, Südamerika, Afrika und Asien unterfüttert. Den Abschluss bildet eine Analyse eines alternativen Modells der öffentlichen Versorgung, wie es beispielsweise in Bonn praktiziert wird. Der Band bietet eine fundierte Einführung in ein komplexes Themenfeld.
Christiane J. Fröhlich (CJF)
Dr., Soziologie mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg.
Rubrizierung: 4.452.2612.341 Empfohlene Zitierweise: Christiane J. Fröhlich, Rezension zu: Lisa Stadler / Uwe Hoering: Das Wasser-Monopoly. Zürich: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19833-das-wasser-monopoly_23087, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23087 Rezension drucken
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