/ 03.06.2013
Rainald Simon
Der chinesische Gulag. Lager, Gefängnisse, staatliche Repression und politische Opposition
Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag 1996; 184 S.; 14,90 DM; ISBN 3-499-13799-2Die Beziehungen zu China werden derzeit von zwei Politikfeldern dominiert: der Wirtschaft und den Menschenrechten. Daß letztere in China häufig mit Füßen getreten werden, während insbesondere die deutsche Politik in erster Linie die Interessen der deutschen Industrie vertritt und allenfalls Gefangenenlisten übergibt, ist ein häufig geäußerter Vorwurf. Auch Simon lastet den bundesdeutschen Politikern Opportunismus in ihrer China-Politik an. Mit seinem Buch bezweckt er jedoch vor allem, einen Überblick über die Lage der chinesischen Opposition und die Lage der Intellektuellen zu geben, sowie über die Behandlung von Dissidenten im chinesischen Strafvollzug zu informieren. Die Darstellung ist recht knapp gehalten und beschränkt die Quellenbasis auf frei zugängliche Medien. Das Buch ist keine systematische politikwissenschaftliche Analyse, sondern verfolgt ausdrücklich den Zweck, "sich auf die Seite des chinesischen Humanismus zu stellen" (12).
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 | 2.25 | 2.21 | 4.21 | 4.42
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Rainald Simon: Der chinesische Gulag. Reinbek: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2052-der-chinesische-gulag_2490, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 2490
Rezension drucken
M. A., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA