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/ 17.06.2013
Joachim Amm

Die Föderalversammlung der CSSR. Sozialistischer Parlamentarismus im unitarischen Föderalismus 1969-1989

Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2001 (Studien zur Sozialwissenschaft 215); 208 S.; brosch., 30,17 €; ISBN 3-531-13683-6
Amm folgt der institutionellen Analyse von Parlamenten sowie der Bikameralismustheorie, die insbesondere die "Legitimität Zweiter Kammern und ihren Beitrag zur gesamtsystemischen Integration" (22) zum Gegenstand hat. Die politikwissenschaftliche Studie leistet erstmalig eine (quantitative) Auswertung der stenographischen Berichte und Beschlussprotokolle der Föderalversammlung, die im Anhang abgedruckt ist. Zusätzlich hat der Autor Interviews mit ehemaligen Abgeordneten und mit Sozialwissenschaftlern geführt. Amm kommt zu einem klaren Ergebnis: Die erst 1969 geschaffene Nationenkammer der CSSR litt von Anfang an unter der fehlenden Glaubwürdigkeit ihrer Leitideen Föderalismus und Parlamentarismus. Der Widerspruch zwischen diesen Prinzipien und dem sie umgebenden politischen System war auch durch symbolische Selbstrepräsentation nicht behebbar. Inhaltsübersicht: 1. Einleitung: Warum die ehemalige Föderalversammlung studieren?; 2. Vorgeschichte und Leitideen der Föderalversammlung; 3. Funktionen, Strukturen, Arbeitsweise und Wandel der Föderalversammlung; 4. Symbolische Leitideen-Repräsentation und institutionelle Selbstsymbolisierung der Föderalversammlung; 5. Erweiternde Zusammenfassung: die institutionelle Performanz der Föderalversammlung.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.622.21 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Joachim Amm: Die Föderalversammlung der CSSR. Wiesbaden: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16010-die-foederalversammlung-der-cssr_18332, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18332 Rezension drucken
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