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/ 21.06.2013
Souad Mekhennet / Claudia Sautter / Michael Hanfeld

Die Kinder des Dschihad. Die neue Generation des islamistischen Terrors in Europa

München/Zürich: Piper 2006; 233 S.; brosch., 14,- €; ISBN 978-3-492-04933-7
Die Autoren gehen der Frage nach, warum sich vor allem junge Muslime zusehends radikalisieren, obwohl sie schon in zweiter oder dritter Generation in Europa leben. Sie bieten jedoch keine wissenschaftliche Ursachenanalyse, sondern anhand von Interviews werden Biografien und Weltbilder junger Muslime in Europa und in der arabischen Welt aufgezeigt. Daneben werden der dänische Karikaturenstreit und die zunehmende Verbreitung islamistischer Inhalte über das Internet behandelt. Den Abschluss bilden Biografien von Sayyid Qutb, einem viel rezipierten islamistischen Vordenker sowie von Osama bin Laden und Abu Musab al-Zarkawi. Die Autoren bezeichnen das Buch als ein „Reportagenbuch“ (14), folglich bietet es auch keinen wissenschaftlichen Ansatz. Es wird weder eine These formuliert noch systematisch eine stringente Argumentation verfolgt. Lediglich die Feststellung, dass nicht nur zwischen dem Islam und dem Westen ein Graben verläuft, sondern dass diese Kluft auch die junge Generation von Migranten von ihren Eltern trennt, bietet einen interessanten Ansatz. Diesem wird jedoch nicht systematisch nachgegangen, daher richtet sich das Buch eher an interessierte Laien denn an wissenschaftlich orientierte Leser.
Marius Sauter (MDS)
Student, Institut für Politikwissenschaft, Universität Tübingen.
Rubrizierung: 4.412.252.612.632.682.37 Empfohlene Zitierweise: Marius Sauter, Rezension zu: Souad Mekhennet / Claudia Sautter / Michael Hanfeld: Die Kinder des Dschihad. München/Zürich: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26621-die-kinder-des-dschihad_31035, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 31035 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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