/ 11.06.2013
Roland Rohde
Die politische Ökonomie des East Asian Miracle. Ursachen für Erfolg und Mißerfolg einer protektionistischen Wirtschaftspolitik am Beispiel Taiwans und der Philippinen
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1999 (Europäische Hochschulschriften: Reihe V, Volks- und Betriebswirtschaft 2457); XXII, 419 S.; brosch., 118,- DM; ISBN 3-631-34423-6Wirtschaftswiss. Diss. Marburg; Gutachter: J. Röpke. - Über den atemberaubenden wirtschaftlichen Aufschwung in einzelnen asiatischen Ländern ist in der Vergangenheit viel spekuliert worden. Dabei wurde oft auf die wichtige Rolle des Protektionismus verwiesen, der es diesen Ländern ermöglichte, ihre Volkswirtschaften besonders im äußerst labilen Aufbaustadium gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu schützen. Rohde teilt diese Auffassung, weist jedoch darauf hin, daß es nicht nur an der Abschottung gegenüber den internationalen Wettbewerbern gelegen haben kann. Einige asiatische Staaten hatten mit dieser Strategie Erfolg, andere wiederum scheiterten. Am Beispiel der Philippinen und Taiwans untersucht der Autor die Gründe. Sie liegen seiner Meinung nach in politischen Faktoren: Auf den Philippinen gelang es der Politik nicht, einen möglichst hohen Grad an Unabhängigkeit gegenüber den Interessengruppen des Landes zu bewahren. Die schlechte Politik konterkarierte somit die in anderen Ländern durchaus erfolgreiche volkswirtschaftliche Strategie.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Roland Rohde: Die politische Ökonomie des East Asian Miracle. Frankfurt a. M. u. a.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11124-die-politische-oekonomie-des-east-asian-miracle_13147, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 13147
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M. A., Politikwissenschaftler.
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