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/ 20.06.2013
Mirko Wittneben

Die Rolle des National Council of Provinces in der südafrikanischen Verfassung

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2005 (Schriftenreihe Recht und Verfassung in Südafrika 19); 217 S.; brosch., 42,- €; ISBN 3-8329-1206-1
Rechtswiss. Diss. Hamburg; Gutachter: U. Karpen, O. Luchterhandt. – Die 1996 in Kraft getretene Verfassung Südafrikas folgt dem Prinzip des kooperativen Föderalismus und sieht neben dem House of Assembly eine zweite Gesetzgebungskammer, den National Council of Provinces (NCOP) vor. Dieser fungiert als Repräsentant und Interessenvertretung der neun südafrikanischen Provinzen und nimmt – als Teil des nationalen Parlamentes – eine Brückenfunktion zwischen dem Zentralstaat und den Provinzen ein. Die Konzeption des NCOP wurde sowohl durch negative Erfahrungen mit früheren zweiten Gesetzgebungskammern in südafrikanischen Verfassungen als auch durch Vorbilder westlicher Demokratien – wie beispielsweise dem Deutschen Bundesrat – beeinflusst. Eingebettet in die Entwicklung des südafrikanischen Verfassungsrechts stellt der Autor in den ersten beiden Abschnitten die Geschichte der zweiten Gesetzgebungskammern von 1910 bis 1993 dar. Im dritten Teil untersucht er ausführlich die Rolle des NCOP im Gesetzgebungsverfahren, geht auf seine Zusammensetzung, die internen Abläufe und Abstimmungsregelungen ein und bewertet – u. a. im Vergleich zum Deutschen Bundesrat – seine Kontrollkompetenzen und politischen Einflussmöglichkeiten.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.672.21 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Mirko Wittneben: Die Rolle des National Council of Provinces in der südafrikanischen Verfassung Baden-Baden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24004-die-rolle-des-national-council-of-provinces-in-der-suedafrikanischen-verfassung_27625, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27625 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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