/ 04.06.2013
Walter Wittmann
Die Schweiz. Ende eines Mythos
München: Langen Müller/Herbig 1998; 236 S.; 38,- DM; ISBN 3-7844-7379-2Der Autor ist Professor für öffentliche Finanzen an der Universität Fribourg/Schweiz. Er hat bereits eine Reihe von Büchern über die Entwicklungen des schweizerischen ökonomischen und politischen Systems geschrieben. Auch in der aktuellsten Studie mahnt er tiefgreifende Reformen an. Er hält den Schweizer Föderalismus für exzessiv, die Neutralität für überholt und die Isolation von der Europäischen Union für schädlich. Auch die direkte Demokratie beurteilt er nicht positiv, weil sie seiner Meinung nach alle liberalen Reformen im Keim erstickt. Seine sehr kritische Analyse gipfelt in der These, daß das Land sich in einem "vorrevolutionären Zustand" befinde (229). In einem Zehn-Punkte-Programm hat der Autor am Schluß des Buches deshalb Vorschläge dafür zusammengestellt, wie der notwendige Kurswechsel bewerkstelligt werden könnte.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.5
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Walter Wittmann: Die Schweiz. München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5388-die-schweiz_7061, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 7061
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M. A., Politikwissenschaftler.
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