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/ 20.06.2013
Astrid Maier

Die Todesstrafe in der VR China

Hamburg: Institut für Asienkunde 2005 (Mitteilungen des Instituts für Asienkunde 382); 157 S.; 20,- €; ISBN 3-88910-311-1
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Wurzeln, der gegenwärtigen Praxis und den Perspektiven der Todesstrafe in der Volksrepublik China - einem Land, in dem immerhin ca. 80 Prozent aller weltweit durchgeführten Hinrichtungen stattfinden. Durch eine eingehende Untersuchung der einschlägigen chinesischen Traditionen sowie des gegenwärtigen zivilgesellschaftlichen Diskurses in der Volksrepublik bemüht sich die Autorin, einen spezifisch chinesischen Lösungsansatz für diesen Missstand zu finden. Dabei stellt sie fest, dass eine De-facto-Abschaffung der Todesstrafe keineswegs ein Schlag in das Gesicht alt-chinesischer Traditionen sein muss und die der Todesstrafe kritisch gegenüberstehenden Stimmen in der Volksrepublik zunehmen. Insgesamt liefert Maier einen interessanten – wenngleich stark im westlichen Sinne geprägten – Beitrag zu der Diskussion über den Universalitätsanspruch westlichen Menschenrechtsdenkens.
Christian Becker (BEC)
Dr. rer. pol.
Rubrizierung: 2.682.254.42 Empfohlene Zitierweise: Christian Becker, Rezension zu: Astrid Maier: Die Todesstrafe in der VR China Hamburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23663-die-todesstrafe-in-der-vr-china_27179, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27179 Rezension drucken
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