/ 06.06.2013
Gesine Fuchs
Die Zivilgesellschaft mitgestalten. Frauenorganisationen im polnischen Demokratisierungsprozess
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2003 (Politik der Geschlechterverhältnisse 21); 361 S.; kart., 45,- €; ISBN 3-593-37357-2Im Kontext des politischen und sozialen Transformationsprozesses in Mittel- und Osteuropa wurden auch die Stellung und die Rechte der Frauen neu definiert. Dabei beteiligten sich Frauenorganisationen aktiv an der Ausgestaltung der neuen Demokratie und traten für ihre spezifischen Interessen ein. Besondere Aufmerksamkeit erlangten Themen wie die Abtreibungsgesetzgebung, die (häusliche) Gewalt gegen Frauen, die Bedingungen weiblicher Erwerbsarbeit sowie staatsbürgerliche und zivile Rechte. Die Autorin zeigt auf der Grundlage einer theoretisch wie auch empirisch reichen Untersuchung, auf welche Weise polnische Frauenorganisationen einen Beitrag zur demokratischen Konsolidierung des Landes geleistet haben. Fuchs verschweigt auch nicht, dass dem Wirken der Frauenorganisationen aufgrund der schwachen Mechanismen der gesellschaftlichen Interessenvertretung und dem nach wie vor stark ausgeprägten Antagonismus zwischen Staat und Gesellschaft enge Grenzen gesetzt sind.
Stefan Gänzle (GÄ)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.62 | 2.27 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Gesine Fuchs: Die Zivilgesellschaft mitgestalten. Frankfurt a. M./New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8872-die-zivilgesellschaft-mitgestalten_22974, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 22974
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