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/ 21.06.2013
Lucas Zeise

Ende der Party. Die Explosion im Finanzsektor und die Krise der Weltwirtschaft

Köln: PapyRossa Verlag 2008 (Neue Kleine Bibliothek 133); 196 S.; 14,90 €; ISBN 978-3-89438-396-1
Der Finanzjournalist Zeise erklärt auf knappem Platz in allgemeinverständlicher Form, wie es zur Finanzkrise 2007-2008 kommen konnte. Nach einem einführenden Kapitel, in dem schon viele zentrale Aspekte erwähnt werden, zeichnet Zeise Entstehung und Verlauf der Finanzkrise nach. Darauf folgt seine Problemdarstellung eines wuchernden Finanzsektors. Dessen Wachstumsraten liegen seit Jahrzehnten über jenen der Realwirtschaft. Zeise sieht hierin eine wesentliche Ursache für die Krisenhaftigkeit des Finanzkapitalismus. Sodann benennt der Autor die Quellen dieses Wachstums, erklärt die Besonderheiten der US-Volkswirtschaft, beschreibt die globalen Ungleichgewichte und kritisiert die bisherige Politik der Notenbanken. Die letzten beiden Kapitel sind Regulierungsvorschlägen gewidmet. Selbstverständlich ist vieles von dem, was Zeise beschreibt, längst in Zeitungen geschrieben worden. Doch gerade wer die Krisenberichterstattung nicht en détail verfolgt hat, bekommt hier in kompakter Form, aber trotzdem mit dem nötigen Tiefgang, Zusammenhänge und Fakten präsentiert. Da der Text gut geschrieben ist, keinerlei volkswirtschaftliche Kenntnisse vorausgesetzt werden und die Finanzkrise sich allmählich zur Wirtschaftskrise auswächst, ist dieses Buch einem breiten Lesepublikum zu empfehlen.
Dirk Burmester (DB)
Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
Rubrizierung: 4.43 Empfohlene Zitierweise: Dirk Burmester, Rezension zu: Lucas Zeise: Ende der Party. Köln: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29891-ende-der-party_35413, veröffentlicht am 13.01.2009. Buch-Nr.: 35413 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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