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/ 19.06.2013
Lætitia Bucaille

Generation Intifada. Aus dem Französischen von Ilse Utz

Hamburg: Hamburger Edition 2004; 207 S.; geb., 16,- €; ISBN 3-930908-93-X
Die Palästinenser Sami, Najy und Bassam sind die Hauptpersonen dieses Buches; sie bilden den Rahmen für Bucailles Ausführungen über die politischen Entwicklungen in Israel und den palästinensischen Gebieten von der ersten Intifada bis heute. Sie sind „Shebab" (arab. „junge Männer"), was im palästinensischen Kontext die Aktivisten bezeichnet, die am Befreiungskampf teilgenommen haben. Bucaille schildert ihr Leben in den palästinensischen Flüchtlingslagern. Najy wird mit dreizehn Jahren zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt und trifft dort den fünfzehnjährigen Bassam wieder. Bucaille beschreibt, wie man dort mit Häftlingen und mit Kollaborateuren umspringt. Sie verdeutlicht die Zerrissenheit der palästinensischen Gesellschaft und beleuchtet die Hintergründe der so genannten Al-Aksa-Intifada. Sie zeigt, dass der palästinensischen Führungsschicht heute die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Israel mindestens genauso wichtig ist wie der Kampf für einen eigenen Staat. Bucaille ist Politikwissenschaftlerin und lehrt am politikwissenschaftlichen Institut der Universität Bordeaux 2.
Christiane J. Fröhlich (CJF)
Dr., Soziologie mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg.
Rubrizierung: 2.632.25 Empfohlene Zitierweise: Christiane J. Fröhlich, Rezension zu: Lætitia Bucaille: Generation Intifada. Hamburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20819-generation-intifada_24275, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24275 Rezension drucken
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