/ 05.06.2013
Udo B. Barkmann
Geschichte der Mongolei oder Die "Mongolische Frage" Die Mongolen auf ihrem Weg zum eigenen Nationalstaat
Bonn: Bouvier Verlag 1999; 422 S.; geb., 58,- DM; ISBN 3-416-02853-8Die Mongolei ist in den letzten Jahrhunderten kaum als eigenständiger politischer Akteur aufgefallen. Eingeklemmt zwischen den großen Nachbarn China und Rußland (bzw. Sowjetunion) traten die Mongolen lange Zeit bestenfalls als Objekte der Weltpolitik in Erscheinung. Bis zum Jahre 1911 war die Mongolei sogar von China annektiert. Der Autor spannt einen weiten Bogen vom 17. Jahrhundert bis zur Anerkennung der Mongolischen Volksrepublik durch China im Jahre 1949, um "auf der Grundlage des gegenwärtigen Kenntnis- und Erkenntnisstandes die Entstehung und die Genese der 'mongolischen Frage' zu rekonstruieren" (14). Deutlich wird dabei, daß die Mongolei auch als souveräner Staat auf Gedeih und Verderb von der sowjetischen bzw. der chinesischen Politik abhängig blieb. Barkmann hat für seine Untersuchung in vielen russischen und mongolischen Archiven recherchiert. Einige der grundlegenden historischen Dokumente sind im Anhang in deutscher Übersetzung abgedruckt.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Udo B. Barkmann: Geschichte der Mongolei oder Die "Mongolische Frage" Bonn: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8560-geschichte-der-mongolei-oder-die-mongolische-frage_11285, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11285
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M. A., Politikwissenschaftler.
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