/ 17.06.2013
Daniela Meier
Helvetias guter Draht zum Pfauenthron. Die Beziehungen der Schweiz zu Iran (1946-1978)
Zürich: Orell Füssli 2002; 314 S.; geb., 35,50 €; ISBN 3-280-02819-1Diss. Bern; Gutachter: J. Garamvölgyi. - Die Autorin bescheinigt der Schweizer Diplomatie eine "aussenpolitische Konzeptlosigkeit" (289) gegenüber dem Iran. Die Beziehungen seien einseitig auf die Wirtschaft ausgerichtet gewesen, die sozialen und politischen Verhältnisse unter dem Schah hätten keine Rolle gespielt. Spätestens seit Beginn der 70er-Jahre agierten die Schweizer Beamten damit zumindest gegen einen Teil der öffentlichen Meinung im eigenen Land. Einen herben Rückschlag erhielt die Schweizer Diplomatie 1976 mit der Entlarvung des iranischen Generalkonsulats in Genf als Zentrale des iranischen Geheimdienstes. Die Autorin, die in erster Linie die Archive der zuständigen Bundesbehörden ausgewertet hat, ordnet die Beziehungen der Schweiz zum Iran außerdem in das internationale System ein, das durch den Ost-West-Konflikt geprägt war.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.5 | 2.63 | 4.22
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Daniela Meier: Helvetias guter Draht zum Pfauenthron. Zürich: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16748-helvetias-guter-draht-zum-pfauenthron_19243, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19243
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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