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/ 18.06.2013
Adrian Vatter

Kantonale Demokratien im Vergleich. Entstehungsgründe, Interaktionen und Wirkungen politischer Institutionen in den Schweizer Kantonen. Mit einem Vorwort von Arend Lijphart

Opladen: Leske + Budrich 2002 (Forschung Politikwissenschaft 159); 514 S.; 39,- €; ISBN 3-8100-3431-2
Habilitationsschrift Bern; Gutachter: W. Linder, A. Lijphart. - Die Schweizer Kantone dienen Vatter als "Forschungslabor" (17), um die politisch-institutionellen Merkmale direkte Demokratie, Föderalismus und Konkordanz vergleichend analysieren zu können. Der Autor erklärt, wie sich die Unterschiede in der Ausgestaltung dieser Merkmale auf die Politikergebnisse auswirken. Ein Resultat dieser Analyse ist die Aussage, dass in der direkten Demokratie gerade für hochmoderne Gesellschaften ein Potenzial zur Konfliktregulierung liege. Die verschiedenen gesellschaftlichen Bedürfnisse könnten so artikuliert und befriedigt werden. Außerdem erläutert Vatter, dass die Regierungsstabilität nicht vom Typ des Wahlsystems abhänge, sondern von der Konkordanz: Die Allianzen der Parteien und ihre Konkurrenzsituation sowie die gegenseitigen wahltaktischen Absprachen bestimmen die stabilen politischen Verhältnisse in den Schweizer Kantonen.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.5 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Adrian Vatter: Kantonale Demokratien im Vergleich. Opladen: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17070-kantonale-demokratien-im-vergleich_19622, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19622 Rezension drucken
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