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/ 04.06.2013
Wilhelm Stirn

Katastrophenhilfe in Entwicklungsländern. Effizienzpotentiale der deutschen Auslandshilfe

Hamburg: Lit 1996 (Politikwissenschaft 40); VI, 333, XIX,16 S.; 48,80 DM; ISBN 3-8258-3011-X
Politikwiss. Diss. Frankfurt a. M.; Gutachter: L. Brock, U. Menzel. - Die Zunahme von Naturkatastrophen in der Dritten Welt sowie die knappen finanziellen Ressourcen der transnationalen Hilfeleistungen für Entwicklungsländer bilden den Hintergrund für die Untersuchung über bislang nicht ausgeschöpfte Potentiale in der deutschen Katastrophenhilfe, der man den ökonomischen Hintergrund des Autors anmerkt. Stirn betrachtet sowohl die Rahmenbedingungen deutscher Hilfe (Meta-Ebene) als auch die Interaktionen zwischen den Hauptakteuren der Katastrophenhilfe (Makro-Ebene) und die internen Leistungen der Hilfsorganisationen (Meso-Ebene). Es gelingt ihm, trotz erheblicher Unterschiede zwischen den verschiedenen Hilfsorganisationen, "teilweise erhebliche [...] Effizienzpotentiale auf allen drei Untersuchungsebenen" (329) zu identifizieren. Die Verbesserungsvorschläge weisen u. a. - und dies ist ein bislang vernachlässigter Aspekt - "auf die hohe Steuerungswirkung der spender- wie geberseitigen Vergabekriterien" und damit auf "die hohe Verantwortung von Spendern und Gebern für die Qualität der Hilfe" (332). Insgesamt ist jedoch "[o]hne eine gesamtheitliche Veränderung des Hilfssystems[,...] eine Effizienzsteigerung bei einzelnen Hilfsorganisationen nur in eingeschränktem Maße zu erwarten" (332).
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.444.214.3 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Wilhelm Stirn: Katastrophenhilfe in Entwicklungsländern. Hamburg: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3814-katastrophenhilfe-in-entwicklungslaendern_5404, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 5404 Rezension drucken
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