/ 20.06.2013
Helmut Spitzer
Kinder der Straße. Kindheit, Kinderrechte und Kinderarbeit in Tansania
Frankfurt a. M.: Brandes & Apsel 2006 (wissen & praxis 139); 228 S.; pb., 19,90 €; ISBN 978-3-86099-339-2Die aus sozialpädagogischer Perspektive verfasste Studie beruht auf einer kritischen Reflexion des Konstruktes „Straßenkind“. Die undifferenzierte Verwendung dieses Begriffes führe zu einer verzerrten Problemwahrnehmung und zur Konzipierung ungeeigneter Präventions- und Interventionsmaßnahmen. Laut Spitzer existieren neben Straßenkindern auch andere, weniger sichtbare Formen gefährdeter Kindheit, wie zum Beispiel häusliche Kinderarbeit oder Prostitution. Die empirischen Ergebnisse wurden in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kindern bei Feldforschungen in Dar es Salaam gewonnen. Sie ergaben bezüglich der Ursachen für die Gefährdung von Kindheit einen Zusammenhang zwischen der Armut des Landes, dem Zusammenbruch sozialer Netzwerke und der Verletzung von Kinderrechten. Spitzer untersuchte darüber hinaus Projekte der Prävention und Intervention. Er kommt zu dem Schluss, dass gemeinwesenorientierte Programme die effektivste Präventionsform darstellen.
Charlotte Booth (CBO)
Studentin, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.67 | 2.262 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Charlotte Booth, Rezension zu: Helmut Spitzer: Kinder der Straße. Frankfurt a. M.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26001-kinder-der-strasse_30238, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30238
Inhaltsverzeichnis
Rezension drucken
Studentin, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
CC-BY-NC-SA