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/ 19.06.2013
Maria Mies

Krieg ohne Grenzen. Die neue Kolonisierung der Welt. Mit einem Beitrag von Claudia Werlhof

Köln: PapyRossa Verlag 2004; 227 S.; 14,80 €; ISBN 3-89438-286-4
Die Autorin untersucht den strukturellen Zusammenhang von Globalisierung, Krieg und Sozialabbau und weist deren gemeinsame Logik nach. Sie will zeigen, dass ein globaler, freier Markt ohne militärische Macht und Gewalt nicht auskommt: „Es besteht kein Zweifel, dass einzelne Wirtschaftszweige der USA und der EU Vorteile von solchen Kriegen haben. Für die betroffenen Länder sind sie jedoch eine Katastrophe.“ (29) Dabei prüft sie historische und aktuelle Beispiele aus der Zeit des Kolonialismus bis hin zu den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak sowie zum andauernden Kampf gegen den Terrorismus und auch zur gegenwärtigen Neukolonisierung der Dritten Welt. Zu den wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Dimensionen gehört nach Mies auch, dass sich der äußere Krieg in einem inneren Krieg fortsetzt – einerseits in Form der Zersetzung des Sozialstaats und der Demokratie, andererseits durch zunehmende gesellschaftliche Disparität und wachsende Repression.
Manutscher Saba (MS)
M. A., Lehrbeauftragter, Seminar für Politische Wissenschaft, Universität Bonn.
Rubrizierung: 4.412.622.684.43 Empfohlene Zitierweise: Manutscher Saba, Rezension zu: Maria Mies: Krieg ohne Grenzen. Köln: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20930-krieg-ohne-grenzen_24413, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24413 Rezension drucken
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