/ 21.06.2013
Özcan Ayboga
Kurdische Zivilgesellschaft in der Türkei. Historische und politische Bedingungen und Entwicklungen bei der Entstehung einer kurdischen Zivilgesellschaft in der Türkei
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2006 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 528); 178 S.; brosch., 39,- €; ISBN 978-3-631-54660-4Magisterarbeit Frankfurt/M.; Gutachter: M. Tatur, U. Ruppert. – Der Autor beschreibt die politische und sozioökonomische Entwicklung in den kurdischen Provinzen sowie die besonderen Bedingungen, unter denen sich eine politische kurdische Identität herausgebildet hat. Diese Bedingungen bestehen in einer mangelhaften Demokratie, wirtschaftlicher Rückständigkeit, dem langjährigen Verbot der kurdischen Sprache und Kultur sowie den gewalttätigen Auseinandersetzungen mit dem türkischen Staat bis 1999. Der Autor vertritt die These, dass gerade diese Mängel und staatlichen Repressionen eine kurdische Zivilgesellschaft und die Forderung nach einer friedlichen Lösung der Kurdenfrage haben entstehen lassen. Die Entwicklung einer spezifischen kurdischen Zivilgesellschaft belegt er beispielhaft damit, dass drei Nichtregierungsorganisationen gegründet wurden und in den Kurdenprovinzen tätig sind.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.63 | 2.2
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Özcan Ayboga: Kurdische Zivilgesellschaft in der Türkei. Frankfurt a. M. u. a.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26056-kurdische-zivilgesellschaft-in-der-tuerkei_30306, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30306
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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