/ 11.06.2013
Ursula Apitzsch (Hrsg.)
Migration und Traditionsbildung
Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 1999; 313 S.; brosch., 59,80 DM; ISBN 3-531-13378-0Die Beiträge sind primär soziologischer Natur.
Inhalt: Ursula Apitzsch: Traditionsbildung im Zusammenhang gesellschaftlicher Migrations- und Umbruchprozesse (7-20). I. Zur Dialektik jüdischer Traditionsbildung nach dem Holocaust: Gabriele Rosenthal: Migrationen und Leben in multikulturellen Milieus: Nationale Zugehörigkeit zur Herstellung von familien- und lebensgeschichtlicher Kontinuität (22-34); Jacqueline Giere: "Unterwegs, aber nicht in der Wüste". Traditionsbildung in Lagern für Displaced Persons in der Nachkriegszeit (35-44); Gabriele Rosenthal / Bettina Völter / Noga Gilad: Folgen der Zwangsemigration über drei Generationen. Israelische Familien mit Großeltern aus Deutschland (45-75); Lena Inowlocki: Wenn Tradition auf einmal mehr bedeutet: Einige Beobachtungen zu biographischen Prozessen der Auseinandersetzung mit Religion (76-90). II. Traditionsbildung und Ethnizität im Europa der Gegenwart: Wolf-Dietrich Bukow: Ethnisierung der Lebensführung (92-104); Gerhard Jost: Zur Bedeutung von Ethnizität in der Flüchtlingsaufnahme. Das Beispiel einer zweisprachigen Gemeinde in Österreich (105-115); Marina Calloni: Culture, Territory, and Ethnisation. Use and abuse of the construct "ethnicity" in public discourse (116-129); Roswitha Breckner: "... da stand ich immer zwischen den Stühlen ..." Zur Relevanz und Funktion des Eisernen Vorhangs in Ost-West-Migrationsbiographien – rekonstruiert an einer "Fluchtmigration" aus Rumänien in die Bundesrepublik (130-156); Aysegul Baykan: Women Uprooted: Authenticity and Transgression in Biographies of Displacement (157-164); Helma Lutz: "Meine Töchter werden es schon schaffen". Immigrantinnen und ihre Töchter in den Niederlanden (165-185); Johann Behrens: Neben erotischer Neugier bringt am häufigsten der Markt Fremde zusammen. Aber was, wenn sie zusammen arbeiten müssen? Traditionsbildung gemischter Arbeitsteams bei grenzüberschreitender Berufstätigkeit in internationalen Organisationen und die ethnisch-multikulturelle Ständegesellschaft (186-205); Wolfram Fischer-Rosenthal: Der zugeschnürte Arm und die abgewürgte Lebenswut. Zur Biographik eines Falles von Arbeitsunfähigkeit, Migration nach Deutschland und psychiatrischer Karriere (206-231); Maria Kontos: Migration – Zwischen Autonomie und Tradition (232-241). III. Transformationsprozesse von Traditionalität in der globalen Peripherie: Hans Bosse: Zur Interdependenz individueller und kollektiver Sinnbildungsprozesse - Religiöse Erfahrung jugendlicher Bildungsmigranten aus Papua Neuguinea (244-272); Elisabeth Rohr: Die fundamentalistische Entzauberung der Welt – Das ethnopsychoanalytische Fallbeispiel eines indianischen Mormonen in Ecuador (273-298); Reinhart Kößler: Migration und lokale Identität im Süden Namibias (299-310).
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 4.42 | 2.61 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Ursula Apitzsch (Hrsg.): Migration und Traditionsbildung Opladen/Wiesbaden: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10394-migration-und-traditionsbildung_12288, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12288
Rezension drucken
Dipl.-Politologe.
CC-BY-NC-SA