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/ 18.06.2013
Ute Rietdorf

Minderheiten und ihre Bedeutung für endogene Entwicklungen in Afrika. Das Beispiel Tansania

Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2003 (Orbis 12); IX, 195 S.; 79,- €; ISBN 3-8300-0896-1
Diss. Leipzig; Gutachter: R. Kappel, U. Engel, G. Zdunnek. - Die Bedeutung des endogenen Potenzials für die Entwicklung eines Landes wird zunehmend diskutiert; dabei können beispielsweise zugewanderte ethnische Minoritäten eine wichtige Rolle spielen, die von manchen Autoren als unternehmerische Vorreiter begriffen werden. Die insbesondere auf qualitativen Interviews der Autorin vor Ort beruhende, interdisziplinär ausgerichtete Arbeit untersucht exemplarisch, welche Rolle die asiatischen Minderheiten in der Gesellschaft von Tansania spielen. Aus forschungspraktischen Gründen musste sich Rietdorf auf die Situation in der Hauptstadt Dar es Salaam konzentrieren. Sie zeigt auf, dass die genannte Bevölkerungsgruppe nur wenig mit der afrikanischen Mehrheit verbunden ist; kennzeichnend seien vielmehr hohe soziale Distanz sowie nicht selten eine von Vorurteilen geprägte, wechselseitige Ablehnung der Gruppen. Inhaltsübersicht: II. Zu einer Theorie endogener Entwicklungen; III. Zur Bedeutung von Minderheiten in Gesellschaften; IV. Zur Existenz der asiatischen Minderheit in Tansania; V. Asiatische Minderheit und endogene Entwicklungen in Tansania.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.672.24 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Ute Rietdorf: Minderheiten und ihre Bedeutung für endogene Entwicklungen in Afrika. Hamburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19570-minderheiten-und-ihre-bedeutung-fuer-endogene-entwicklungen-in-afrika_22765, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22765 Rezension drucken
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