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/ 12.06.2013
Asghar Schirazi

Modernität und gestörte Wahrnehmung. Eine Fallstudie über die Tudeh-Partei des Iran und ihr Verhältnis zur Demokratie

Hamburg: Deutsches Orient-Institut 2003 (Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Vorderen Orients); 216 S.; 21,- €; ISBN 3-89173-081-0
Die kommunistische Tudeh-Partei war eine der wichtigsten Repräsentantinnen der linken Strömungen im Iran und nahm Einfluss auf den Demokratisierungsprozess des Landes. Der Autor zeichnet die Geschichte dieser bereits 1917 gegründeten und Anfang der 80er-Jahre zerschlagenen Partei nach; er analysiert, wie sich die Positionen, Strategien und Ziele der Organisation veränderten. Seine zentrale Frage lautet, wie sich die Partei mit dem „Westen", der „westlichen Kultur" beziehungsweise „westlichen Werten" auseinander setzte und welche Positionen sie zur „modernen Welt" letztlich einnahm - wobei als grundsätzlich mögliche Haltungen zwischen Imitation und Ablehnung unterschieden wird. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich diese Reaktionen auf die Kultur des Westens auf das Demokratieverständnis der Organisation auswirkten. Die Studie basiert auf einer Auswertung der verschiedenen Veröffentlichungen (Zeitschriften, Broschüren etc.) der Partei und entstand im Rahmen eines von der DFG geförderten Forschungsprojektes.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.632.22 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Asghar Schirazi: Modernität und gestörte Wahrnehmung. Hamburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14237-modernitaet-und-gestoerte-wahrnehmung_23576, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23576 Rezension drucken
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