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/ 11.06.2013
Michael Opperskalski

Mossad. Israels Auftragskiller und Geheimagenten

Münster: Unrast 1998; 158 S.; brosch., 24,80 DM; ISBN 3-928300-87-3
Opperskalski, der bereits mehrere Bücher über den CIA veröffentlicht hat, ist Redaktionsmitglied des geheimdienstkritischen Magazins "Geheim". Er wendet sich gegen die gewaltsamen Methoden des israelischen Auslandsgeheimdienstes MOSSAD, die er als eine Ursache dafür ansieht, daß die Nahost-Problematik bis heute ungelöst geblieben ist (72). Der Autor gibt einen sehr knappen Überblick über andere israelische Geheim- und Sicherheitsdienste, derer sich der MOSSAD bedienen kann und stellt die strategische Allianz mit dem amerikanischen Geheimdienst CIA dar. Prägnant und informativ dokumentiert Opperskalski den Kampf gegen die PLO, Reaktionen des MOSSAD auf die Intifada (60 ff.) und weitere Operationen, die internationale Aufmerksamkeit erlangten. Er bleibt hierbei jeoch zum Teil unbefriedigend kurz. Aus dem Inhalt: Die Geschichte des MOSSAD; MOSSAD und die israelische Geheimdienstgemeinde; MOSSAD's strategische Allianzen; Schwerpunkt: Palästinenser und die arabischen Länder; "Erfolge", die zu Legenden gemacht wurden: Die Verfolgung der Nazimörder; Eine MOSSAD-Operation machte Israel zur Atommacht; Die Operation in Entebbe. Internationale Verwicklungen: "Irangate"; Der MOSSAD in Lateinamerika; Der MOSSAD in Afrika. Dokumentation: 1. Kilowatt und Dreizack. Der geheime CIA-Report über Israels MOSSAD; 2. Israelische Stützpunkte in Afrika. Horchposten – Ausbildungslager für sudanesische Oppositionelle; 3. Eine aktuelle Einschätzung der Nah-Ost-Problematik. Nahost-Frieden als Nullsummenspiel – Was hat der Oslo-Prozeß bislang den Palästinensern gebracht?
Leslie Piert (LP)
Rubrizierung: 2.632.214.222.254.41 Empfohlene Zitierweise: Leslie Piert, Rezension zu: Michael Opperskalski: Mossad. Münster: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9847-mossad_11609, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11609 Rezension drucken
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