/ 20.06.2013
Annette Dittert
Palmen in Warschau. Notizen aus dem neuen Polen
Köln: Kiepenheuer & Witsch 2004; 252 S.; geb., 18,90 €; ISBN 3-462-03444-8In diesem Band legt die mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnete Polen-Korrespondentin der ARD eine Sammlung von Reportagen vor. Das Themenspektrum ihrer „Notizen“ reicht von kulturellen Impressionen bis zu Reiseberichten aus der polnischen Provinz. Die Kapitel stehen jeweils in Verbindung zu repräsentativen Fragen der polnischen Gesellschaft - darin geht es um die Rolle der katholischen Kirche, die Beziehungen zwischen Polen und Juden, die Diskussion um das Pogrom von Jedwabne, die Diskriminierung von Homosexuellen, die Erfolge und Probleme der polnischen Wirtschaft, die Einstellungen zum EU-Beitritt des Landes usw. Dittert erweist sich als Autorin mit hoher Begabung für spannend erzählte Reportagen, die nah an ihren Protagonisten bleiben, ohne den klaren analytischen Blick zu verlieren. Mit ihrer verständnisvollen und einnehmenden Darstellung des Landes weckt sie beim Leser Neugier und Sympathie. So erscheint diese „Landeskunde“ insbesondere für die politische Bildung geeignet.
Sebastian Lasch (LA)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.62 | 2.23 | 2.2
Empfohlene Zitierweise: Sebastian Lasch, Rezension zu: Annette Dittert: Palmen in Warschau. Köln: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22491-palmen-in-warschau_25664, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25664
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M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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