/ 03.06.2013
Petra Bendel
Parteiensysteme in Zentralamerika. Typologien und Erklärungsfaktoren
Opladen: Leske + Budrich 1996 (Politische Organisation und Repräsentation in Amerika 7); 441 S.; 76,- DM; ISBN 3-8100-1707-8Politikwiss. Diss. Heidelberg; Gutachter: D. Nohlen, M. G. Schmidt. - Warum haben sich in Honduras, Guatemala, El Salvador und Nicaragua trotz beträchtlicher historischer Gemeinsamkeiten - nicht nur eine geteilte Kolonialgeschichte - unterschiedlich ausgeprägte Parteiensysteme herausgebildet? In die Analyse wird ein fünftes Land einbezogen, Costa Rica, das auf einen anderen historischen Hintergrund zurückblickt. Als theoretischer Hintergrund dient eine auf Sartori zurückgehende Typologie von Parteiensystemen. Doch erweisen die Einzelstudien, daß dessen Typologie "für Zentralamerika nicht vollends greifen" (353) kann. Von diesem Befund ausgehend formuliert die Autorin abschließend konkrete Vorschläge, um Sartoris Typologie zu verfeinern und auf den lateinamerikanischen Kontext zu konkretisieren.
Inhaltsübersicht: 1. Einleitung; 2. Monographische Darstellung der Parteienentwicklung; 3. Vergleichende Analyse: Gemeinsamkeiten, Unterschiede und ihre Erklärungsfaktoren; 4. Überprüfung gängiger Typologien und Erklärungsfaktoren; 5. Forschungsausblick.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.65 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Petra Bendel: Parteiensysteme in Zentralamerika. Opladen: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2316-parteiensysteme-in-zentralamerika_2838, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 2838
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Dr., Politikwissenschaftler.
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