/ 20.06.2013
Klaus Kamps / Jörg-Uwe Nieland (Hrsg.)
Regieren und Kommunikation. Meinungsbildung, Entscheidungsfindung und gouvernementales Kommunikationsmanagement - Trends, Vergleiche, Perspektiven
Köln: Herbert von Halem Verlag 2006; 371 S.; brosch., 29,50 €; ISBN 978-3-938258-07-1Den Herausgebern geht es angesichts allgegenwärtiger Befunde von Mediendemokratie und Politainment um eine nähere Bestimmung von Kommunikation und Regierungstätigkeit. Dazu werden verschiedene Wechselwirkungen und Abhängigkeiten unterschieden, die unter anderem in der Einsicht münden, dass „Kommunikation […] nicht nur eine pragmatische Idee zum Regieren in demokratischen Gesellschaften [ist], sie ist auch eine hoch normative Komponente des Regierens“ (10). Insofern bieten die unterschiedlichen Beiträge zunächst grundsätzliche theoretische Überlegungen zur Sprechakttheorie, Marketing, Framing oder Agenda-Setting. Danach finden sich aber auch eher empirische Analysen zum Politikmanagement, zur Praxis neuer Kommunikationsformen im Internet oder zur Rolle der Regierungssprecher in der Bundesrepublik Deutschland. Studien zur Skandalisierung sowie zur politischen Kommunikation in den USA und Großbritannien runden den Band ab, der in der Summe einen guten Überblick zu Themen und „state of the art“ der politikwissenschaftlichen Kommunikationsforschung gibt.
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 2.32 | 2.2 | 2.22 | 2.61 | 2.64 | 2.333 | 2.21
Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Klaus Kamps / Jörg-Uwe Nieland (Hrsg.): Regieren und Kommunikation. Köln: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25952-regieren-und-kommunikation_30174, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30174
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Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
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