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/ 19.06.2013
Helmut Gruber / Florian Menz / Oswald Panagl (Hrsg.)

Sprache und politischer Wandel

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2003 (Sprache im Kontext 20); 351 S.; brosch., 56,50 €; ISBN 3-631-51021-7
Reziprozität von sprachlichem und politischem Wandel ist die inhaltliche Klammer des Bandes, in dem der „dialektische Zusammenhang zwischen Diskursen über ‚Realität' und eben dieser ‚Realität'" (7) einer kritischen Reflexion unterzogen wird. In der modernen Diskursanalyse habe sich hier in den letzten Jahren ein eigenes Forschungsfeld aufgetan, so die Herausgeber. Nicht selten hätten die gravierenden politischen Veränderungen der 90er-Jahre konkrete - den Beteiligten aber nicht immer bewusste - sprachenpolitische Konsequenzen, z. B. durch beim Export zuvor weitgehend unbekannter Sprachgenres (Bewerbungsgespräche, Produktwerbung). Bei den Beiträgen handelt es sich um überarbeitete und vertiefte Versionen der Vorträge, die auf einem international und interdisziplinär besetzten Symposium im November 2001 an der Universität Wien gehalten wurden. Der Band erscheint als Publikation der Arbeitsgemeinschaft „Sprache und Öffentlichkeit". Die regionalen Schwerpunkte liegen auf Ostmitteleuropa, dem wiedervereinigten Deutschland und insbesondere auf Österreich. Aus dem Inhalt: Emil Brix: Die Rolle von Geschichte im politischen Wandel Mitteleuropas (13-22) Peter Gerlich: Aspekte des politischen Wandels (23-33) Christoph Reinprecht: Gesellschaftlicher und politischer Wandel in Mitteleuropa: Trends und Konfliktlinien (35-50) Ranko Bugarski: Sprachenpolitik in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien (51-70) Martin Wengeler: Spaltung, Anerkennung und Wiedervereinigung. Die „deutsche Frage" im politischen Diskurs der Bundesrepublik (71-87) Karin Liebhart: Österreichische Selbstbilder und der Blick auf die mitteleuropäischen Nachbarn nach „1989" (151-163) Harald Baßler: Russische, deutsche und angloamerikanische Zeitschriftenabstracts der Soziologie: Worin unterscheiden sie sich? (189-212) Ji?í Nekvapil / Ivan Leudar: Dialogische Netzwerke und politische Argumentation im Mediendiskurs (213-232) Rudolf de Cillia: „Wie kommen wir eigentlich dazu, von der EU so schlecht behandelt zu werden?" - Österreich"gespräch" und Opferthese (233-252) Helmut Gruber: Das „Österreich-Gespräch" - eine mediale Inszenierung nach der österreichischen Befindlichkeit nach der schwarz-blauen Wende (253-272) Ruth Wodak / Andras Kovacs: Nationale Identitäten in Zeiten supra-nationaler Herausforderungen: Debatten zum Thema NATO und Neutralität in Österreich und Ungarn (295-330) Oswald Panagl: Politische Veränderung - sprachlicher Wandel. Korrelationen, reziproke Einflüsse, Interdependenzen (331-344)
Thomas Nitzsche (TN)
M. A., Fachreferent für Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena (ThULB).
Rubrizierung: 2.22.242.232.352.42.62 Empfohlene Zitierweise: Thomas Nitzsche, Rezension zu: Helmut Gruber / Florian Menz / Oswald Panagl (Hrsg.): Sprache und politischer Wandel Frankfurt a. M. u. a.: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21066-sprache-und-politischer-wandel_24575, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24575 Rezension drucken
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