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/ 21.06.2013
Ines-Jacqueline Werkner / Clemens Gause (Hrsg.)

Streitkräfte und Demokratie. Transformationsprozesse in post-sozialistischen Staaten

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2007 (Forum Innere Führung 28); 261 S.; brosch., 46,- €; ISBN 978-3-8329-2723-3
Der Sammelband dokumentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojektes, das an der Universität Potsdam im Schwerpunkt Militärsoziologie durchgeführt wurde. Im Zentrum der Untersuchungen steht die Transformation der Streitkräfte in Polen, der Slowakei, in Estland, Russland, Georgien, Bulgarien und Rumänien nach dem Systemwechsel von 1989/90. Ausgehend von der veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa und dem zunehmenden Interesse der osteuropäischen Staaten an einer engen Westanbindung und Integration in EU und NATO werden die damit zusammenhängenden Reformprozesse in den Streitkräften untersucht. Analysiert werden in diesem Kontext auch die mit dem Systemwandel einhergehenden neu zu implementierenden politisch-institutionellen Regelungen zum Militär sowie die demokratische Kontrolle der Streitkräfte. Die zentralen Forschungsfragen lauten, „inwieweit die bisherigen Entwicklungen auf eine Ost-West-Anpassung schließen lassen oder ob sich spezifische post-sozialistische Muster herausgebildet haben“ (17). Zu deren Beantwortung entwickelte die Forschungsgruppe eine Reihe von Untersuchungskriterien. Diese erstreckten sich auf die Bereiche der sicherheits- und verteidigungspolitischen Entwicklungen seit 1990, auf aktuelle Wehrstrukturentwicklungen, politisch-institutionelle Regelungen zum Militär sowie Formen der demokratischen Kontrolle von Streitkräften. Um die Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu bewerten, wurden Aspekte wie das Verhältnis der jeweiligen Transformationsländer zu den Akteuren NATO, EU und Russland sowie der sich aus der sicherheitspolitischen Lage ergebende Auftrag der Streitkräfte untersucht. Zur Bewertung der Wehrstrukturentwicklungen seit 1989 dienten die Variablen Streikräfteumfang, Form der Rekrutierung, Wehrdienstdauer und Verteidigungsausgaben. Die Analysen zu Formen der demokratischen Kontrolle der Streitkräfte konzentrieren sich auf den legislativen Bereich sowie die Ebene unabhängiger Beobachter.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.22.212.612.62 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Ines-Jacqueline Werkner / Clemens Gause (Hrsg.): Streitkräfte und Demokratie. Baden-Baden: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28066-streitkraefte-und-demokratie_32993, veröffentlicht am 07.03.2008. Buch-Nr.: 32993 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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