/ 04.06.2013
Barbara Schwepcke
Töchter Asiens. Frauen zwischen Herrschaft und Anpassung
München/Wien: Europaverlag 1998; 335 S.; geb., 39,80 DM; ISBN 3-203-82524-4Auf der Basis von Interviews mit u. a. Sonja Gandhi, Benazir Bhutto, Chandrika Bandaranaike und der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi geht die Autorin der Frage nach, wie und warum Töchter einflußreicher oder mächtiger Männer Asiens diesen auf dem Weg zur Macht gefolgt sind und was sie dabei erreicht haben. Die Frage ist vor allem aus zwei Blickwinkeln interessant: Zum einen handelt es sich um Länder, in denen die Frauen traditionell von Gleichberechtigung weit entfernt sind, zum anderen haben die Väter auch Söhne, die ihnen ins Zentrum der Macht hätten folgen können. Die Autorin zeigt, inwiefern trotz aller Unterschiedlichkeiten in den Ländern und in den Charakteren der Frauen historische und aktuelle Umbruchsituationen deren Karrieren befördert haben. Dabei ist es nicht so sehr das Verdienst dieser "Töchter Asiens", die Lebenslage ihrer Geschlechtsgenossinnen verbessert zu haben, als vielmehr demonstriert zu haben, daß es auch für Frauen möglich ist, ein hohes politisches Amt zu bekleiden (328).
Aus dem Inhalt: Tochter der Freiheit: Indira Gandhi; Tochter der Unabhängigkeit: Aung San Suu Kyi; Tochter des Ostens: Benazir Bhutto; Tochter der Demokratie: Scheich Hasina und Khaleda Zia; Töchter der Präsidenten: Megawati Sukarno und Siti Suharto; Tochter des Neubeginns: Chandrika Bandaranaike Kumaratunga.
Petra Beckmann-Schulz (Bm)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.68 | 2.27
Empfohlene Zitierweise: Petra Beckmann-Schulz, Rezension zu: Barbara Schwepcke: Töchter Asiens. München/Wien: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5261-toechter-asiens_6918, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 6918
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Dr., Politikwissenschaftlerin.
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