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/ 04.06.2013
Christoph Wagner

Uruguay: Unternehmer zwischen Diktatur und Demokratie. Eine Studie zu Politik, Wirtschaft und der politischen Rolle der Unternehmerverbände

Frankfurt a. M.: Vervuert Verlag 1997 (Politik in der Gegenwart 2); 348 S.; 68,- DM; ISBN 3-89354-482-8
Politikwiss. Diss. Mainz; Erstgutachter: M. Mols. - Vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen Uruguays im 20. Jahrhundert betrachtet Wagner das politische Handeln der Unternehmer und ihrer Verbände. Im Mittelpunkt stehen zwei historisch aneinander anschließende Themenkomplexe: Zunächst fragt Wagner nach der Rolle der Unternehmer während der Militärdiktatur. Waren sie eher Kollaborateure, Profiteure, Opportunisten oder Oppositionelle? Im Anschluß wird ihr Verhalten bei der Redemokratisierung untersucht und erörtert, ob von ihnen eine relevante Gefahr für die weitere Konsolidierung der Demokratie ausgeht. Gegenüber anderen lateinamerikanischen Ländern zieht der Autor für Uruguay ein, wenn auch vorsichtiges, so doch optimistisches Fazit: "Die Ergebnisse der Analyse [...] weisen auf eine umfassende Akzeptanz demokratischer Verfahren durch die Unternehmer hin" (309), die darüber hinaus weitgehend auf Maßnahmen verzichtet haben, die den Erfolg oder zumindest die Effizienz des Regimes beeinträchtigt hätten.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.652.222.2 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Christoph Wagner: Uruguay: Unternehmer zwischen Diktatur und Demokratie. Frankfurt a. M.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3795-uruguay-unternehmer-zwischen-diktatur-und-demokratie_5376, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 5376 Rezension drucken
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