/ 05.06.2013
Gerold Schneider
Vergangenheit, die nicht vergehen will. Irrwege deutsch-polnischer Nachbarschaft
Leipzig: benno Verlag 1999; 339 S.; 2. Aufl.; kart., 19,80 DM; ISBN 3-7462-1275-8Der schlesische Autor möchte einen Beitrag zur Versöhnung (nicht nur) Deutscher und Polen leisten, indem er seine Erfahrungen am Ende des Zweiten Weltkriegs schildert – in dem Bewußtsein, daß Aussöhnung nur durch Vergebung von Schuld und damit durch Schuldeingeständnis erst ermöglicht wird. Schneider erzählt engagiert - stellvertretend für viele andere Schlesier, die über ihre traumatischen Erfahrungen bis heute nicht sprechen können - seine Erinnerungen als damals Siebzehnjähriger zwischen der deutschen und der russischen Diktatur. Entstanden ist so ein überzeugendes Zeitdokument über Gewalttaten, Flucht und Vertreibung, das auch von den Schwierigkeiten des Erinnerns berichtet und ein Appell für den Frieden der Völker ist.
Inhaltsübersicht: Der Untergang der 700 Jahre alten Stadt Freystadt; Im sowjetischen Gulag - Sklaverei im 20. Jahrhundert; Im Jahre 001 der Stadt Kozuchow; Im Juli 1946 war der Zweite Weltkrieg für uns zu Ende.
Leslie Piert (LP)
Rubrizierung: 2.35 | 2.313 | 2.62
Empfohlene Zitierweise: Leslie Piert, Rezension zu: Gerold Schneider: Vergangenheit, die nicht vergehen will. Leipzig: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7931-vergangenheit-die-nicht-vergehen-will_10509, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10509
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