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/ 20.06.2013

Gewerkschaftlicher Niedergang im sozialistischen Aufbau

Stefan Paul Werum

Gewerkschaftlicher Niedergang im sozialistischen Aufbau. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) 1945 bis 1953

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2005 (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung 26); 861 S.; geb., 89,- €; ISBN 978-3-525-36902-9
Diss. Hamburg; Gutachter: H.-J. Goertz, W. Müller. – Der Autor beschreibt, wie sich der FDGB zwischen Kriegsende und den frühen fünfziger Jahren von einer ursprünglich als frei konzipierten Gewerkschaft zu einer Massenorganisation der SED wandelte und in die Umsetzung der staatlichen Wirtschafts- und Sozialpolitik eingebunden wurde. Am Ende dieser schrittweisen Anpassung an das SED-Regime seien die Produktionsförderung und die Steigerung der Arbeitsproduktivität als gewerkschaftliche Haupt...
Stefan Paul Werum

Gewerkschaftlicher Niedergang im sozialistischen Aufbau. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) 1945 bis 1953

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2005 (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung 26); 861 S.; geb., 89,- €; ISBN 978-3-525-36902-9
Diss. Hamburg; Gutachter: H.-J. Goertz, W. Müller. – Der Autor beschreibt, wie sich der FDGB zwischen Kriegsende und den frühen fünfziger Jahren von einer ursprünglich als frei konzipierten Gewerkschaft zu einer Massenorganisation der SED wandelte und in die Umsetzung der staatlichen Wirtschafts- und Sozialpolitik eingebunden wurde. Am Ende dieser schrittweisen Anpassung an das SED-Regime seien die Produktionsförderung und die Steigerung der Arbeitsproduktivität als gewerkschaftliche Hauptaufgaben definiert worden. Entsprechend dem politischen System sei auch der gewerkschaftliche Willensbildungs- und Entscheidungsprozess hochgradig zentralisiert worden. Der Gewerkschaft sei es nicht gelungen, ihr und den Arbeitern eigene, einklagbare Rechte zu sichern, schreibt Werum. Dies hätte aus Sicht des SED-Regimes die zentralistische Umsetzung der Planwirtschaft behindern können. Sogar die Höhe der Löhne sei ab 1951 gesetzlich und damit ohne weitere Mitwirkung der Gewerkschaft festgelegt worden. Möglich sei diese Entwicklung gewesen, weil die FDGB-Spitzenfunktionäre immer wieder bereit gewesen seien, den Forderungen der SED nachzugeben, „bzw. einige von ihnen teilten die Ziele der SED ohnehin uneingeschränkt“ (815).
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.314 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Stefan Paul Werum: Gewerkschaftlicher Niedergang im sozialistischen Aufbau. Göttingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25554-gewerkschaftlicher-niedergang-im-sozialistischen-aufbau_29642, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29642 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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