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/ 21.06.2013
Erich Hödl (Hrsg.)

Aspekte einer europäischen Wirtschaftsordnung

Marburg: Metropolis-Verlag 2006; 208 S.; 22,80 €; ISBN 978-3-89518-584-7
Zur Bewältigung des globalen Wettbewerbs sei Europa nicht auf die Übernahme des US-amerikanischen Wirtschaftsmodells angewiesen, sondern sollte eine eigene Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung entwickeln, so die Grundthese dieses Sammelbandes. Die Übernahme des US-Modells würde erhebliche gesellschaftliche Kosten verursachen. In diesem Buch, das auf einem Kolloquium der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Wien basiert, werden einige Aspekte der Weiterentwicklung des europäischen Wirtschaftsmodells hin zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft erörtert, die in einem Vorgänger-Kolloquium (siehe die Rezension zu Hödl: Europäische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in: ZPol 1/06: 295 f.; ID 27861) bereits aufgeworfen wurden. Hierzu zählen etwa der Ausbau des europäischen Innovationssystems und eine gezielte Förderung der kleinen und mittleren Unternehmen, deren potenzielle Leistungsfähigkeit von der Wirtschaftspolitik oft unterschätzt werde. Ein Problem stelle die Aushöhlung der öffentlichen Haushalte infolge der Steuerkonkurrenz dar. Zum Ausbau der europäischen Infrastruktur sei eine eigene Steuerquelle notwendig. Eine Variante davon sei die Besteuerung von Devisentransaktionen, sie könnte zur Bereitstellung von mehr öffentlichen Gütern in Europa beitragen.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.52.262 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Erich Hödl (Hrsg.): Aspekte einer europäischen Wirtschaftsordnung Marburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27091-aspekte-einer-europaeischen-wirtschaftsordnung_31632, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 31632 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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