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/ 21.06.2013
Björn Hinderlich

Betriebliche Mitbestimmung im Wandel. Ein britisch-deutscher Vergleich

München/Mering: Rainer Hampp Verlag 2007 (Organisationsökonomie humaner Dienstleistungen 17); XXXI, 191 S.; 24,80 €; ISBN 978-3-86618-184-7
Wirtschaftswiss. Diss. Witten/Herdecke. – Das deutsche System der betrieblichen Mitbestimmung steht im Zuge des internationalen Wandels der Arbeitsbeziehungen regelmäßig im Kreuzfeuer der Kritik. Dabei wird häufig auf das in den 80er- und 90er-Jahren grundlegend reformierte britische System als positives Gegenbeispiel verwiesen. Der Autor untersucht die Konkurrenzfähigkeit der beiden gänzlich unterschiedlich gelagerten Systeme. Hierfür werden zunächst jeweils die institutionellen Rahmenbedingungen dargelegt. Dabei wird auch auf die Veränderungen der letzten Jahre – für Deutschland insbesondere das Betriebsverfassungs-Reformgesetz von 2001 – eingegangen und untersucht, wie sich diese Reformen auf die Mitbestimmungsinstitutionen ausgewirkt haben. Im Mittelpunkt der rein ökonomisch ausgerichteten Analyse steht die Frage nach der Effizienz von Mitbestimmung. Untersucht wird, welchen Einfluss Gewerkschaften und betriebliche Arbeitnehmervertretungen „auf die Produktivität, Reorganisationsmaßnahmen und Eigenkündigungen deutscher und britischer Betriebe“ (186) ausüben. Im Ergebnis sieht der Autor seine Hypothese einer performancesteigernden Wirkung von Betriebsräten bestätigt. „Die betriebliche und überbetriebliche Mitbestimmung stellt sich nicht als ein Wettbewerbsnachteil, sondern vielmehr als ein Standortvorteil dar“ (189), lautet sein Fazit.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.222.3312.61 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Björn Hinderlich: Betriebliche Mitbestimmung im Wandel. München/Mering: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28754-betriebliche-mitbestimmung-im-wandel_33920, veröffentlicht am 09.04.2008. Buch-Nr.: 33920 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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