/ 20.06.2013
Hanskarl Freund
Bürgerversicherung gegen Gesundheitsfürsorge der Beamten und Richter
Frankfurt a. M.: Haag + Herchen Verlag 2004; 43 S.; pb., 10,- €; ISBN 3-89846-288-9In sehr knapper Form prüft der ehemalige Regierungsdirektor, inwieweit eine Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung im Rahmen der so genannten Bürgerversicherung rechtlich zulässig ist. In erster Linie argumentiert er mit dem Prinzip der Freiheit der Eigenvorsorge, welches den Beamten eine Wahlfreiheit zugesteht, ob und inwieweit sie sich überhaupt gegen Krankheit versichern (Vorsorgefreiheit). Zudem gelte das Prinzip der Unteilbarkeit der Alimentation. Die Vorsorgefreiheit sei Ausdruck eines Freiheitsraumes und der wirtschaftlichen Unabhängigkeit des Beamten. Sie würde quasi kompensatorisch für die besondere Einbindung des Beamten in die Hierarchie gewährt, um so die Funktionsfähigkeit der Verwaltung zu gewährleisten und habe Verfassungsrang. Folglich kommt der ehemalige Beamte zu dem Ergebnis, dass die weit reichenden Vorteile der Beamten und die freie Wahl der Krankenversicherung bei gleichzeitig zahlreichen zusätzlichen Beihilfen nicht angetastet werden dürfen, da dies verfassungswidrig sei.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.342 | 2.325
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Hanskarl Freund: Bürgerversicherung gegen Gesundheitsfürsorge der Beamten und Richter Frankfurt a. M.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23721-buergerversicherung-gegen-gesundheitsfuersorge-der-beamten-und-richter_27258, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27258
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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