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/ 20.06.2013
Olaf Baale / Werner Bergholz

Das deutsche Führungsproblem. Kompendium der Arbeitsfreude in Staat und Wirtschaft

München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2005 (dtv premium); 179 S.; kart., 12,50 €; ISBN 3-423-24480-1
Das Buch ist an ein breites Publikum gerichtet. Es besteht vornehmlich aus der Aneinanderreihung von Einzelfällen und ist für die wissenschaftliche Arbeit entbehrlich. Anhand zahlreicher Beispiele erläutern die Verfasser die hinlänglich bekannten Missstände der deutschen Verwaltung: starre Hierarchien, unnötig bürokratische, ineffiziente Arbeitsabläufe, eine geringe Kundenorientierung, die mangelhafte Motivation von leistungsfähigen Mitarbeitern, hohe Kosten usw. Das deutsche Bildungssystem sei ineffizient, teuer und produziere zu hohe Abbrecherquoten. Auch in der freien Wirtschaft herrschten häufig ineffiziente Strukturen von, es mangele an eine konsequenten Kundenorientierung und Managementfehler führten zu unmotivierten Mitarbeitern. Das Zaubermittel zur Beseitigung dieser Probleme heiße Total Quality Management (TQM), d. h. die konsequente Ausrichtung einer Organisation auf den Kundennutzen sowie die institutionalisierte und folglich kontinuierliche Verbesserung der Leistungen und Strukturen. Die Einführung des TQM führe zu einer effizienteren und kostengünstigeren Leistungserbringung, schlankeren Verwaltungsstrukturen und motivierten Mitarbeitern. Auch ein einmal erreichter Erfolg könne nur mithilfe des TQM auf Dauer gehalten werden. Das Führungspersonal trage die Verantwortung für die Implementierung dieses Instrumentes und müsse die neue Unternehmenskultur vorleben.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.32.342 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Olaf Baale / Werner Bergholz: Das deutsche Führungsproblem. München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23876-das-deutsche-fuehrungsproblem_27447, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27447 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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